Über Kreisky


“Zeitloses Vermächtnis”

“Das innen- wie außenpolitische Vermächtnis Bruno Kreiskys ist zeitlos. Seine Werthaltungen und Prinzipien sind heute Aufgabe, Verpflichtung und Herausforderung für unsere, aber auch für die künftigen politischen Generationen. Die Werte und Haltungen, die er damals so vehement vertreten hat, zum Beispiel die, wie wichtig Verteilungsgerechtigkeit für den Wohlstand und für eine Gesellschaft ist, all das ist heute aktueller denn.”

Bundeskanzler Werner Faymann, SPÖ-Vorsitzender


“Wille zum Gestalten”

“Die Rahmenbedingungen für Politik haben sich seit den 70er Jahren verändert, gleich geblieben ist die Vorbildwirkung von Bruno Kreiskys Reformpolitik: Politik hat Gestaltungskraft, die sie nutzen muss. Die Menschen haben gespürt, hier ist jemand, der ihr Leben verbessern will. Dieser Wille zum Gestalten macht die Faszination aus, die Kreisky auch noch auf jüngere Generationen ausübt.”

Laura Rudas, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin


“Politisches Vermächtnis, das auch jüngere Generationen begeistert”

“Dr. Bruno Kreisky hat als sozialdemokratischer Bundeskanzler unser Österreich zu einem modernen, weltoffenen und erfolgreichen Land gemacht. Die SPÖ verdankt Kreisky ein politisches Vermächtnis, das auch jüngere Generationen immer wieder zu begeistern vermag. Moderne Bildungspolitik, Gleichberechtigung, Einsatz für Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit sind in der Tradition Kreiskys auch heute die politischen Hauptanliegen der SPÖ.”

Günther Kräuter, SPÖ-Bundesgeschäftsführer


“Hat Österreich in der Welt größer gemacht”

“Bruno Kreisky hatte eine gesellschaftspolitische Vision – die Verwirklichung der sozialen Demokratie in Österreich. Der weg der ‘einfachen Leute ‘von der Untertanenmentalität zu selbstbewussten Staatsbürgern wurde mit ihm begonnen. Er hat Österreich in der Welt größer gemacht als es ist.”

Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender a.D. Alfred Gusenbauer


“Reformkraft der modernen Sozialdemokratie”

Bruno Kreisky war entschlossen und stark genug, Themen aufzugreifen und Zustände zu verändern, die bis dahin von den meisten als in Stein gemeißelt angesehen wurden. So legte er den Grundstein für die Reformkraft der modernen Sozialdemokratie.

Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender a.D. Franz Vranitzky


“Ein Jahrhundertpolitiker”

“Bruno Kreisky war ein Jahrhundertpolitiker, der mit seiner Reformpolitik und seiner Weltoffenheit Österreich von grund auf verändert und modernisiert hat. Seine Reformen haben für mich auch ganz persönliche Konsequenzen gehabt – ohne sie hätte ich niemals jene Chancen erhalten, die mir Österreich in der Folge geboten hat.”

Mag. Brigitte Ederer, Personalvorstand und Europaverantwortliche der Siemens AG


“Sein eigener Spindoctor”

“Nach seiner Wahl zum Parteivorsitzenden hat Kreisky ein öffentlich diskutiertes Wirtschaftsprogramm vorgelegt. Dazu ein Bildungsprogramm und ein Justizprogramm, erarbeitet unter der Leitung von Firnberg bzw. Broda. 1970/71 wusste jeder Österreicher was die SPÖ vorhat, 1975 und 1979 dass sie es auch umsetzen kann. Die Partei und ihr Vorsitzender waren glaubwürdig, genossen Vertrauen. Kreisky haben die Probleme der Bürger interessiert. Sie haben ihn zu Hause angerufen und er hat die zuständigen Minister gebeten Lösungen zu finden oder zu erklären, warum etwas nicht wunschgemäß erledigt werden kann. Am 15. September war das Bundesbudget fertig und bis Allerheiligen waren alle Regierungsmitglieder in allen Bundesländern auf öffentlichen Versammlungen, um rund 200.000 Bürger direkt zu informieren und ihre Bedenken zu hören. Kreisky hatte gute Mitarbeiter aber er war sein eigener Spindoctor.”

Erwin Lanc, Außenminister unter BK Fred Sinowatz


“Maßnahmen für arme Frauen”

“Bei meiner ersten prersönlichen Begegnung mit Bruno Kreisky als Studentin, hat mir imponiert, mit welcher Höflichkeit und Aufmerksamkeit, er mir zuhörte. Bruno Kreisky wollte nicht, dass Frauen respektlos und ungerecht behandelt werden. Seine ersten Regierungsmassnahmen aber galten den “ganz armen Frauen”. Diesen zu eigenem Geld zu verhelfen, waren die ersten Reformen der Regierung Bruno Kreiskys.”

Irmtraut Karlsson, ehem. Nationalratsabgeordnete, Generalsekretärin der Sozialistischen Fraueninternationale und Schriftstellerin


“Nachhaltig gesellschaftsreformatorisch geprägt”

“Die Übernahme der alleinigen Regierungsverantwortung im Jahr 1970 bot der österreichischen Sozialdemokratie die Möglichkeit, ihre damals klar konturierten gesellschaftspolitischen Vorstellungen umzusetzen. Die Reformen umfassen ein breites Spektrum – reichend beispielsweise von der Familien-, Bildungs-, Arbeitsmarktpolitik bis hin zur Gleichstellungspolitik (zwischen den Geschlechtern, zwischen Angestellten und Arbeitern) und Politik der sozialen Sicherung. Auch die aktive Gegensteuerung zu Problemen wie Arbeitslosigkeit stand prioritär auf der gesellschaftspolitischen Agenda. Die realisierten Maßnahmen brachten merkbare Verbesserungen der Lebens- und Arbeitsbedingungen mit sich. Die ‘Ära Kreisky’ geht damit in die Entwicklungsgeschichte des 20.Jahrhunderts als jene Phase ein, die die österreichische Gesellschaft am nachdrücklichsten und nachhaltig gesellschaftsreformerisch geprägt hat.”

Emmerich Talos, Politologe


“Entwicklungsschub für Modernität und Internationalität”

“Mit der Politik Bruno Kreiskys verbinde ich zuallererst eine persönliche Erfahrung. Ich hatte meine ganze Schulzeit über nur gebrauchte Schulbücher. Im letzten Jahr, in der Maturaklasse, habe ich dann zum ersten Mal neue Schulbücher bekommen, die ich noch heute besitze. Sie haben für mich hohe Symbolik, denn sie stehen für Chancengleichheit im Zugang zu Bildung. Das war damals und ist selbstverständlich bis heute ein zentrales Anliegen der Sozialdemokratie.

Ich habe als junger Mensch die Einführung des Gratisschulbuches als etwas sehr Wichtiges und Bedeutendes empfunden. Das war ein klares Signal an viele Schülerinnen und Schüler, nicht zweitklassig zu sein.

Darüber hinaus verbinde ich mit der Ära Kreisky eine Öffnung der Gesellschaft, Überwindung starrer Strukturen, intellektuellen und kulturellen Aufbruch – kurzum: einen großen Entwicklungsschub Österreichs in Richtung Modernität und Internationalität.”

Barbara Prammer, Nationalratspräsidentin


“Mann mit Eigenschaften”

“Bruno Kreisky war ein Mann m i t  Eigenschaften – um den Titel eines seiner Lieblingsbücher ‘Der Mann ohne Eigenschaften’ von Robert Musil zu verfremden. Er hatte Intellekt, Kreativität, Spontaneität, soziales Empfinden, Humor und Leadership-Qualitäten. Er hat die Menschen gern gehabt, das haben sie gespürt. Er ist auf Menschen zugegangen, war sozusagen ein Politiker ‘zum Anfassen’, zahlreiche Fotos im Archiv zeigen das deutlich, dass er nicht auf Distanz gegangen ist. Er hatte ein offenes Ohr für Anliegen, war in der Früh schon in seiner Privatwohnung telefonisch erreichbar für jedermann. Ins Büro kam er immer mit Zetteln, auf denen er sich Namen und Wünsche notiert hatte, die wir dann bearbeitet haben. Oft waren es einfache Erledigungen, man konnte helfen. Der Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten am Telefon, unterwegs in der Bahn, bei Kundgebungen, Betriebsbesuchen war ihm wichtig.”

Margit Schmidt, Mitarbeiterin Kreiskys von 1965 bis zu seinem Tod, bis 2004 Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums


Mit Intellekt begeistert

“Bruno Kreisky war ein politisches Ausnahmetalent. Aber er verkörperte auch eine Sozialdemokratie, die glaubhaft zu machen vermochte, dass sie die Lebensbedingungen aller Menschen verbessern würde – sukzessive, über zehn, fünfzehn Jahre hinweg. Er hat die Fenster aufgemacht und Luft herein gelassen. Er war da auch vielen der eigenen Leute immer eine Nase voraus. Und er hat das Kunststück zuwege gebracht, die Menschen mit Intellekt zu begeistern. Er ist sich gelegentlich auch selbst ins Wort gefallen. Aber gerade das, dass er Schwierigkeiten selten beschönigte, hat ihn besonders glaubwürdig gemacht. Würde es heute einer wie er überhaupt noch an die Spitze der Sozialdemokratie schaffen können?”

Robert Misik, Publizist


Breitenwirkung

“Letztens ein Vortrag vor Studenten samt anschließender Diskussion. Einer gibt sich als Monarchist zu erkennen und fragt mich, welche Begegnung mit großen Persönlichkeiten die für mich faszinierendste war. Ich antworte: „Sie werden enttäuscht sein, es war die mit Bruno Kreisky.“
Darauf der Monarchist: „Ich bin nicht enttäuscht, das kann ich gut verstehen.“
So viel zur politischen und menschlichen Breitenwirkung von Bruno Kreisky.”

Georg Markus, Kolumnist und Sachbuchautor


Überzeugend gelebte Politik

” ‘Im Mittelpunkt der Mensch’ war für Bruno Kreisky keine leere Phrase sondern überzeugend gelebte Politik.”

Wolfgang Petritsch, Leiter der ständigen Vertretung Österreichs bei der OECD, von 1977 bis 1983 Sekretär Kreiskys


“Zusammenarbeit von bedingungslosem Vertrauen geprägt”

“Die sechs Jahre, die ich Bundeskanzler Kreisky als Staatssekretär im Bundeskanzleramt unterstützen durfte, waren im zunehmenden Maße durch beiderseitiges bedingungsloses Vertrauen geprägt. Dadurch übertrug er auch immer mehr Aufgaben an mich. Ich meine, dass es nicht sehr viele führende Köpfe in der Politik gegeben hat und geben wird, die junge Leute in solchem Maße, wie er es getan hat, forcieren und fördern.”

Franz Löschnak, ehem. Innenminster, Staatssekretär im Kabinett Kreisky


“Österreich lebenswerter gemacht”

“Bruno Kreisky hat die SPÖ während der Zeit ihrer Opposition modernisiert, aus der Opposition heraus die Regierungsmehrheit errungen und Österreich während seiner Kanzlerschaft moderner, liberaler, wohlhabender, sozial gerechter und lebenswerter gemacht, aber auch  zu  großer internationaler Anerkennung geführt.“

Hannes Androsch, Industrieller, von 1970 bis 1981 Finanzminister im Kabinett Kreisky


“Sozialdemokratische Jahrhundertpersönlichkeit”

Bruno Kreisky war eine Jahrhundertpersönlichkeit, in der sich geradezu paradigmatisch die sozialdemokratischen Konzeptionen von Modernisierung und Demokratisierung verdichten. Seine ungeheure Gestaltungs- und Innovationskraft schöpfte er nicht zuletzt aus einer präzisen Kenntnis der historischen Traditionen und Prinzipien der Arbeiterbewegung.

Univ. Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner ist Historiker und leitet den Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung


“Weltbürger Kreisky: Ein großer Österreicher”

“Seine innenpolitischen Reformen machten Österreich moderner, offener und demokratischer. Seine außenpolitische Reputation verschaffte Österreich auf der internationalen Bühne eine bis dahin nicht gekannte Bedeutung. Der Weltbürger Bruno Kreisky war ein großer Österreicher.”

Johannes Kunz, Kreisky-Pressesprecher 1973-80, ORF-Informationsintendant 1986-94


Österreichs bedeutendster Reformer

„Bruno Kreisky, Österreichs bedeutendster Reformer, hatte die Menschen wirklich gern. Und sie schätzten ihn wie keinen vor oder nach ihm.“

Innenminister a.D. Karl Blecha, PVÖ-Präsident, 1976 bis 1981 war er Zentralsekretär der SPÖ

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